Christbaumschmücken und Schappen • Božično drevo in "utjipanje"

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Im Zuge der Firmvorbereitung habe ich gemeinsam mit meiner Firmungskollegin Anna mich dazu bereit erklärt, heuer den Christbaum in der Pfarrkirche zu schmücken. Auch zu Hause bin ich gewohnt, den Christbaum „aufzuputzen“. Da kann ich mich so „richtig austoben“, denn da wird mit Lametta, elektrischen Christbaumkerzen und Süßigkeiten nicht gespart.

In der Pfarrkirche hatten wir jedoch beschlossen, außer Christbaumkugeln und Strohsternen nichts Weiteres aufzuhängen. Da der Christbaum in der Pfarrkirche höher ist als zu Hause, sind Anna und der Herr Pfarrer auf eine Leiter gestiegen, um überall ranzukommen. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, die Strohsterne und die roten Christbaumkugeln zu reichen, die von Frau Irene Wagner aus den vielen Schachteln der Pfarre ausgepackt wurden.

Wir waren über das Ergebnis des Christbaumschmückens positiv überrascht, denn im Scheinwerferlicht der Pfarrkircheninnenbeleuchtung funkelte alles, wie es so sein musste. Den Christbaum hat heuer mein Nachbar, Herr Adolf Sokoll vlg. Hlevnik aus dem Pfarrwald gebracht. Die schlichte Fichte mit unserem ausgewählten Christbaumschmuck wurde zur altehrwürdigen Pfarrweihnachtskrippe gestellt, die schon mehr als 90 Jahre auf den Buckel hat, und passte hervorragend dorthin. Zu guter Letzt wurde nach getaner Arbeit noch ein Erinnerungsfoto gemacht.

Mein letztes Schappen

20181228 083247Heuer war ich das letzte Mal Schappen. Am 30. Juni 2019 werde ich in meiner Heimatpfarre Schwabegg-Žvabek das Sakrament der Hl. Firmung empfangen. Dadurch kann ich nicht mehr an diesem altehrwürdigen Brauch teilnehmen. Ich denke, mit der Firmung wird der Mensch ein Stück weit erwachsen, und dadurch bleibt dieser Brauch nur den Kindern vorbehalten.

Gemeinsam mit meiner Freundin und Nachbarin Rosanna, bin ich am Unschuldigen Kindertag, den 28. Dezember 2019 um 07:30 Uhr von Zuhause losgegangen. Wir fingen zuerst im neuen Teil, im sogenannten Neuschwabegg an. Schritt für Schritt wurde der ganze Ort Schwabegg „durchgeschappt“. Überall klopften oder klingelten wir an, und wo die Leute noch nicht wach oder nicht zu Hause waren, kamen wir später noch einmal vorbei. Überall wurden uns die Türen freudig aufgemacht und die Leute haben ihr Hinterteil gerne hingehalten. Beim Schappen habe ich folgenden Spruch verwendet:

Frisch und g´sund, frisch und g´sund,
nix klunzn, nix klogen, bis i wieder kum schlogen.
Dos Engale mit den Goldenen Horr, wünscht Dir guates, neies Johr.

Meine Freundin Rosanna konnte ihren Spruch auch auf Slowenisch aufsagen und die Leute freuten sich sehr. Neben kleinen Geldbeträgen gab es als Dank auch Süßigkeiten und manch ein gutes Wort mit auf den Weg. Wir beide sind im ganzen Ort wohlbekannt, deshalb wurden wir nicht nach den Namen und nach unseren Herkunftsfamilien befragt, wie andere Schapper, die von anderswo gekommen sind. Die meisten Leute zeigten sich interessiert, wohin die Kinder eigentlich gehören.

Ich hatte eine Fichtenrute, andere Schapper habe ich auch mit Birkenruten gesehen. Die brennen sicher ganz gut auf den Hintern der geschappten Leute. Dieser Brauch wird jedes Jahr am Unschuldigen Kindertag, dem 28. Dezember, durchgeführt und erinnert an den Kindermord in Bethlehem, den König Herodes aus Angst um seine Herrschaft anordnen ließ. Die Weisen aus dem Morgenland haben bei ihm nachgefragt, wo denn der neugeborene König der Juden auf die Welt gekommen sei. Sie fanden ihn dann in der Krippe in Bethlehem. 

Wir mussten uns beeilen, den zu Mittag, um 12:00 Uhr wird dieser Brauch abgeschlossen und die Ruten werden im Ofen verbrannt. Meine Fichtenrute hatte am Ende keine Nadeln mehr, also ein Zeichen dafür, dass das Schappen sehr erfolgreich war. Durch das Schappen werden die Lebensgeister der Menschen geweckt. Auch im Pfarrhof haben wir vorbeigeschaut, wo uns der Herr Pfarrer schon freudig erwartet hat. Er hat für das Schappen richtig Werbung gemacht, denn wir sahen auch Schapper aus Neuhaus dort ein und aus gehen. Zu Mittag konnte er 26 Schapperinnen und Schapper zählen. Sicher kann er den Segen gut gebrauchen.

Im Neuen Jahr konnte ich an der Sternsingeraktion in Schwabegg-Žvabek und durch die Neue Mittelschule, die ich besuche, auch in der Stadtpfarre Bleiburg-Pliberk teilnehmen. Davon wird aber meine Schulkollegin und Freundin Anna berichten. Ich wünsche Euch allen ein gutes Neues Jahr 2019 und viel Erfolg in Eurem persönlichen Leben.

Krašenje božičnega drevesa in "utjipanje" (šapanje)

20181223 143239Predbožični in božični čas je povezan s marsikaterim običajem. Tako vsako leto doma krasim božično drevo. Letos pa sem v okviru birmske priprave prvič krasila božično drevo v farni cerkvi v Žvabeku. Skupaj s svojo prijateljico Anno hodiva letos k birmski pripravi. Ker nisva mogle sodelovati pri peki piškotov (keksov) s birmanci v župnišču, sva se s gospodom župnikom domenila, da bo krašenje božičnega drevesa letos v najini roki.

Moj sosed, Adolf Sokoll p.d. Hlevnik je po dogovoru z župnikom v farnem gozdu posekal tri metre visoko smreko. Lepo se je ujemala s cerkvenim prostorom, ker tam je dosti prostora v višino. Da bi smreka bolj prišla do veljave, smo se odločili, da jo bova okrasila s slamnatimi zvezdami in s rdečimi božičnimi kroglicami. Ta kontrast božičnega okrasa nam je bil zelo všeč. Na tej navadni smreki, kjer je tudi med vejami dosti prostora, je vse prišlo lepo do izraza. Čisto na vrhu smreke pa je moral gospod župnik, stoječ na lestvi, še pritrditi veliko slamnato zvezdo, ker nam rdeča kapica ni bila tako všeč.

Božično drevo je bilo postavljeno poleg starodavne farne božične jasli. Izdelal jih je rezbar Jakob Campidell iz Zgornje dravske doline pred več kot 90-imi leti, ki se je priselil iz doline Gröden na Južnem Tirolskem, ki slovi po svoji rezbarski umetnosti po celem svetu.

Otročje ali "utjipanje"

20181228 094659Ker bom letos šla k sveti birmi, sem na tepežni dan tudi zadnjič sodelovala pri "utjipanju". 28. december je praznik nedolžnih otrok, imenovan tepežnica ali tepežni dan, ki je pri nas povezan z običajem tepežkanja (šapanja, friškanja, utepanje, itd.).

Zadnjič sem lahko s šibo otepla odrasle po zadnjici in jim tako želela vse dobro in obilo sreče v novem letu. S svojo sosedinjo in prijateljico Rosanno sem bila do opoldneva na poti, da sem si s tem tudi nabrala lepe žepnine, ki so jo dajali odrasli, in tudi nekaj sladkarij. Rosanna je tudi v slovenskem jeziku utepala. Njen rek se je glasil takole:

Šip, šap, šip, šap, zdravi bodte, dovg živ´te,
pa enkrat v nebisa prid´te.
Šibe so spletene, za može in za žene,
danes je otroški dan, reši, reši se kristjan!

Drugi pa še pravijo:

Rešite, rešite se k novemu letu,
zdravi, vesevi pa bo še vse leto.
Marija Devica vam krono poda,
usmiljeni Jezus v nebesa pelja.

Utepanje je obetalo ljudem žegen, ki naj bi z narave, ki jo simbolizira šiba, prehajal na ljudi. Starejšim naj bi prineslo zdravja, dekletom izpolnilo željo za dobro omožitev, živalim v hlevu pa prineslo dobro rejenje. Največ žegnja pa si je nabral naš župnik, kateremu so utipali kar 26 otrok in mladincev iz Žvabeka in tudi iz Suhe, ki so jih starši kar pripeljali z avti. 

V počitnicah pa sem tudi sodelovala pri trikraljevski akciji. O tem pa bo pisala prijateljica Anna. Želim vsem bralcem tega poročila vse dobro in obilo blagoslova v novem letu 2019.

Jaqueline Sadnek vlg. Utnik

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