Alte Filmaufnahmen von Schwabegg  Stari filmski posnetki iz Žvabeka

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Am Freitag, dem 16. November 2018, machte sich am Abend im Pfarrsaal des Pfarrhofes Schwabegg-Žvabek Kinostimmung breit, denn Herr Gottfried Erschen aus Kühnsdorf, der mit der gebürtigen Schwabeggerin Frau Brigitte Erschen, geborene Micheu verheiratet ist, zeigte alte Filmaufnahmen aus Schwabegg und Umgebung. Im Pfarrsaal wurde die von der Gemeinde Neuhaus gesponserte Leinwand runtergezogen und in einen altehrwürdigen Filmprojektor wurden vom Herrn Erschen jeweils alte Filmrollen eingelegt. Als das Licht im Saal ausgeschaltet wurde und der Filmprojektor zu laufen begann, konnten alle interessierten Besucher eine Zeitreise in längst vergangene Zeiten unternehmen.

Auf dem Programm standen:

-    die Glockenweihe in der Filialkirche Heiligenstadt im Jahre 1979,

-    die Glockenweihe in der Hubertuskapelle auf der Petzen im Jahre 1980,

-    die Spritzenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Schwabegg im Jahre 1977,

-  die Sportplatzeröffnung des Sportvereins Schwabegg im Jahre 1970 mit einem anschließenden Fußballspiel.

Als Zugabe gab es noch die Filmvorführung über die Bischöfliche Visitiation und Firmung in der Pfarre Schwabegg-Žvabek im Jahre 1979, an der der jetzige Pfarrgemeinderatsobmann Josef Micheu als Firmling teilnahm, welche ihm wohl in guter Erinnnerung geblieben ist.

Als besondere Gäste des Abends konnten Volksschuldirektor in Ruhe, Herr OSR Johann Tolmaier mit seiner Gemahlin Maria begrüßt werden, die der Einladung aus dem sonnigen Radsberg gefolgt sind. Herr Tolmaier war von 1971 bis 1982 Lehrer in der Volksschule Schwabegg und langjähriger Obmann des Sportvereins Schwabegg. Seine drei Kinder wurden in Schwabegg getauft und besuchten hier auch die Volksschule. Er freute sich sehr, seine ehemaligen Schützlinge und die bekannten Gesichter von damals wieder zu sehen. Pfarrvorsteher Golavčnik konnte auch noch Grußworte vom ehemaligen Lehrer, Herrn VD i. R. OSR Friedrich Mak samt Gemahlin aus Zell Pfarre-Sele Fara den Anwesenden übermitteln.

In der Pfarrchronik wird berichtet, dass am 05. August 1979 die Weihe der neuen Glocke der Wallfahrtskirche Heiligenstadt-Sveto mesto erfolgte. Herr Ciril Opetnik sen. hatte sich vom Pfarrgemeinderat bereit erklärt, für diese noch fehlende und während des 2. Weltkrieges abgenommene Glocke eine Hausammlung durchzuführen. Die Haussammlung war so erfolgreich, dass schon bald eine Glocke bei der Firma Oberrascher in Salzburg bestellt werden konnte. Die Elektrifizierung durch die Firma Sachs kostete weitere 68.186 Schillinge. Die Firma Enzi aus Bleiburg führte die Elektroinstallationen aus und für die Orgel wurde ein neuer Motor für den Blasebalg angeschafft. Die neue Glocke kostete damals 112.514 Schilling und ist auf den Ton „F“ gestimmt. Die neue, große Marienglocke von Heiligenstadt ist 983 kg schwer und trägt die slowenische Aufschrift:

Ponižala si se nebeška gospa,                Die himmlische Frau erniedrigte sich

sem doli na to svetomeško goro.             und kam herab auf den Heiligenstädter Berg

Ti bodi vodnica in pomočnica,                 Sei unsere Begleiterin und Helferin

z gore svetomeške - gor v sveto nebo.    vom Heiligenstädter Berge - hinauf in den Himmel.

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Maibäume wurden in Oberdorf aufgestellt, um die vielen Pilger aus dem ganzen Jauntal den Weg zur Wallfahrtskirche zu weisen. Herr Franz Selišnik vlg. Žvancer hatte die ehrenvolle Aufgabe übernommen, die Glocke mit einem Pferdegespann nach Heiligenstadt zu bringen. Domherr Prälat Alexius Zechner aus Klagenfurt nahm als gebürtiger Schwabegger die Weihe der Glocke vor und feierte die Hl. Messe auf einem eigens errichteten Altar vor der Kirche. Die Kirchenchorsänger und das Volk Gottes sangen begeistert Marienlieder, Mädchen in weißen Kleidern trugen mehrere Gedichte vor, die eigens für diesen Anlass von der slowenischen Dichterin Milka Hartman aus Loibach-Libuče zusammengestellt wurden. Am Nachmittag erfolgte noch ein fröhliches Zusammensein, bis schließlich alle Glocken von Heiligenstadt erklangen.

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Zum Sportverein Schwabegg gab es im Pfarrsaal genügend Zeitzeugen, die von den Gründungsgedanken und von den sportlichen Erfolgen berichten konnten. Durch die in den späten 1960-er Jahre erfolgte Flurbereinigung und Zusammenlegung von Gründen erwarb die damalige Altgemeinde Schwabegg die sogenannten Schwanzergründe und errichtete auf diesem Areal einen Sportplatz, der noch heute besteht. 1970 erfolgte die Gründung des Sportvereines.

Im Jahre 1973 übernahm der nunmehrige Lehrer der VS Schwabegg Johann Tolmaier die Funktion des Obmanns mit dem Ziel, den Einstieg in die Kärntner Fußballmeisterschaft zu schaffen. Dieses Ziel wurde 1979 auch erreicht, bis 2004 spielte der SV Schwabegg durchgehend in der 2. Klasse des Kärntner Fußballverbandes. Im Nebengebäude der Volkschule wurden Umkleidekabinen mit Duschmöglichkeiten eingerichtet. Die Dressen der Fußballer hatte in all den Jahren Frau Milka Lutnik gewaschen. Noch heute werden diese Büchlein, in dem alle Termine eingetragen sind, als besondere Zeitdokumente in der Küchentischlade der Familie Lutnik als ein besonderer Schatz verwahrt.

Wahre Fußballgrößen sind auf dem Schwabegger Fußballfeld aufgelaufen: Männer, denen man heute wegen der Gesetzheit ihres Alters nicht ansehen würde, sind damals als Fußballspieler wie Wirbelwinde über das Feld gefegt oder segelten als Tormann wie Adler durch die Lüfte, um die gegnerischen Schüsse abzuwehren. Die gezeigten Filmaufnahmen sind beredte Zeugnisse dafür und zeugen von der guten Kameradschaft, die damals geherrscht hat. Noch heute sind die meisten Fußballer von damals recht gesellige Herren, bei denen gerne der „Schmäh“ rennt. Weit über Schwabegg-Žvabek hinaus waren damals die hervorragend organisierten Sportlerfeste und Bälle in aller Munde und genossen einen regen Zulauf. Mit den erzielten Einnahmen konnte der laufende Betrieb finanziert werden. 1998 verlagerte sich der Schwerpunkt des Sportvereines zum Eisstockschießen, eine moderne Eisstockhalle konnte der Bestimmung übergeben werden. Als der Fußballnachwuchs immer mehr ausblieb, wurde der Fußballbetrieb im Jahre 2004 endgültig eingestellt.

Interessant war auch der Film über die Spritzenweihe der FF Schwabegg im Jahre 1977. Diese fand noch beim alten Feuerwehrhaus in Schwabegg statt. Die damals gesegnete Motorspritze ist noch heute in Betrieb und erfüllt zur Zufriedenheit aller ihren Dienst. In den Filmaufnahmen wurde nach der Segnung eine Übung mit Fahrzeugen und Gerätschaften der Stadtfeuerwehr Bleiburg durchgeführt, u. a. wurde Löschschaum auf der damaligen Pfarrwiese aufgebracht. Große Freude herrschte bei den Kindern und Jugendlichen, die die alte, handbetriebene Feuerwehrspritze in Betrieb nahmen und so erste Feuerwehrerfahrungen sammeln konnten.

An diesem Filmabend wurden viele alte Erinnerungen an goldene Fußballerzeiten, wie auch an die Aktivitäten der Feuerwehr und der Pfarre in Schwabegg geweckt. Bei einer kleinen Bewirtung in der Pfarrküche mit Brötchen und Getränken konnten noch viele Erinnerungen ausgetauscht werden. Wir danken Herrn Gottfried Erschen für dieses große zeitgeschichtliche Geschenk, dass er der Pfarre Schwabegg-Žvabek und allen Interessierten bereitet hat.

Stari filmski posnetki iz Žvabeka
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V petek, dne 16. novembra 2018, je bilo v Žvabeku čisto nekaj posebnega. Kakor v starih časih, ko si nam prečastiti vogrški župnik Vinko Zaletel kazali diapozitive iz celega sveta v farni dvorani, je bil tokrat filmski večer v pastoralni sobi župnišča.

Gospod Gottfried Erschen, svak žvabeškega podpredsednika župnijskega sveta Sepplna Micheu, je predstavil stare filmske posnetke iz Žvabeka in okolice.

Na sporedi so bili:

-       filmski posnetek blagoslovitve velikega zvona na Svetem mestu leta 1979

-       filmski posnetek blagoslovitve zvona na Peci leta 1980

-       filmska posnetka odprtja nogometnega igrišča in tekme v Žvabeku leta 1970

-       filmski posnetek blagoslovitve gasilske brizgalnice leta 1977

-       in kot dodatek filmski posnetek birme v Žvabeku leta 1979.

Kot posebnega gosta je farni predstojnik mag. Miha Golavčnik mogel pozdraviti nekdanjega učitelja v žvabeški ljudski šoli, Janka Tolmajerja, ki se s svojo soprogo Marijo podal iz daljnih Rut pri Radišah v Žvabek, da bi tam spet videl znane obraze. 10 let, od leta 1971 do leta 1982 je bil učitelj v Žvabeku in se tam dobro vključil v vaško življenje. Tako je bil dolga leta predsednik športnega društva v Žvabeku in bistveno pripomogel k temu, da se je žvabeško nogometno društvo moglo boriti v 2. razredu koroške nogometne zveze za svoj obstoj.

V filmskem posnetku smo videli, kako so za odprtje nogometnega igrišča na kočiji pripeljali tedanjega deželnega glavarja Leopolda Wagnerja. V tedanjem času je imela skoraj vsaka vas svoje nogometno društvo. Tako smo na filmskem posnetku tudi vidleli, kako so v pisanih majicah in hlačah igrali proti Libučonom, Poničonom in Blačanom.

Človek skoraj ne bi verjel, s kakšnim navdušenjem in spretnostjo so sedanje „starešine vasi“ v mladih letih izvajali „brcošport“ izredne vrste. Ti posnetki so tudi želi največje odobravanje občinstva, saj smo se nasmejali iz celega srca od samega občudovanja teh nekdanjih zvezd nogometa v Žvabeku. Tedaj je bilo v Žvabeku res še vse živo in veselo, ker Žvabekarji so tudi sloveli po tem, da so prirejali dobro pripravljene in obiskane športne veselice. Marsikateri od nekdanjih igralcev je tokrat prvič videl te posnetke.

O tej globoki povezanosti do Žvabeka je tudi napisal nekdanji učitelj Fridl Mak iz Sel, ki se na žalost ni mogel odvzati povabilu župnika. Tako piše:
„Fari Žvabek in Gorenče sta mi ostali od 8 krajev, kjer sem jih opravil s svojim učiteljevanjem na južni Koroški še posebno pri srcu. Še pozneje, ko sem bil v Selah, sem pisal tej ali oni družini
 v teh farah [v svoji tipični oglati in vsakemu razpoznavni pisavi, op. ured.].
Ko sva se za binkošti leta 1971 ženila, je prišla cela delegacija Žvabekarjev na najino ohcet. Prinesli so nama razne pridelke, katerih v Selah še ni bilo [morda danes tako znani ajdovi pridelki, op. ured.].
Igral sem tudi dve leti nogomet za Žvabek. 
Ko sem si gradil svoj dom, so mi žvabeški nogometaši pridno pomagali.“

Svoje pisanje je sklenil z lepim pozdravom na vse Žvabekarje in da skupaj svojo ženo Jožico „še radi mislimo nanje.

Tudi pri Janku Tolmajerju so pomagali Žvabekarji, da si je ustvaril toplo gnezdo za svojo družino. Po filmskem večeru je bilo še nekaj časa, da so vsi ob dobri kapljici domačega Kralovega mošta in nekaj malega za želodec pokramljali o lepih, starih in zlatih časih v Žvabeku.

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O blagoslovitvi zvona pri Svetem mestu leta 1079 pa najdmo zapis v farni kroniki žvabeške župnije, katerega je napisal tedanji in dolgoletni župnik Simon Wutte:
„5. avgusta 1979 je bila posebna slovesnost blagoslovitve novega zvona na Svetem mestu. Gospod Ciril Opetni st. je sprožil pri seji župnijskega sveta, da je pripravljen organizirati zbirko za novi zvon, kateri je še manjkal po vojni na Svetem mestu.

Pridno so potem župnijski svetniki in drugi pomočniki zbirali denar. Kmalu smo videli toliko uspeha, da smo mogli naročiti pri firmi Oberrascher v Solnogradu. Teža zvona je 983 kg in stane 112.514 šilingov. Ima ton „F“. Firma Sachs iz Solnograda je elektrificirala vse tri zvonove, kar je zneslo 68.186 šilingov. Firma Enzi z Pliberka pa je inštalirala za 14.943 šilingov. Električni motor za orgle od firme Novak iz Celovca je stal 20.867 šilingov. Končno je bilo vse pripravljeno.

Veliki mlaji so pozdravljali romarje, ki so prihiteli iz vseh krajev na Sveto mesto. Gospod Franc Žvancer p.d. Selišnik je bil pripravljen s konji pripeljati zvon na Sveto mesti. Gospod prelat Aleš Zechner iz Celovca pa je prišel, da kot domačin blagoslovi nov zvon in nagovori veliko množico romarjev izpred oltarja, kjer je bil postavljen oltar, da vsa množica more slediti evharistični daritvi.

Pevci in ljudstvo je navdušeno prepevalo Marijine pesmi. Dekleta v belih oblekah pa so povedale več deklamacij, katere je za to slovesnost napisala pesnica iz Libuč, Milka Hartmanova.

Preden smo se podali na svoje domove, smo že slišali pritrkavanje novega zvona iz lin svetomeškega stolpa. Vsi smo bili veseli, da se je nam posrečilo delo. Popoldan pa je bilo družabno srečanje vseh pomočnikov v gostilni Lukner v Žvabeku. […]

Tako je bilo to leto 1979 za naša faro res blagoslovljeno. Bog daj, da bi tudi verniki nekaj za njihov dušni blagor odnesli in se notranje obnovili ob božjih studencih.“

V filmskem posnetku se je tudi razpozanala gospa Irena Wagner, ki je tedaj kot 6-letna deklica kot nevesta zvona skupaj z drugimi v beli obleki deklamirala pesmico. Gospod Erschen ji je tudi obljubil, da bo vse filsmke posnetke prenesel na dvd-zgoščenko, tako da bodo mogli tudi pokazati vsem tem, ki se tega večera niso mogli udeležiti. Zahvala gospodu Erschenu, ki je tudi sam bil ganjen ob radostjo občinstva, da je nam s svojimi filmskimi posnetki ponesel nazaj v zgodovino prejšnega stoletja. Lepo je bilo videti, kako so tedaj ljudje kovali prihodnost v globoki povezanosti medseboj in tudi do matere Cerkve.

Martina Urban
Schriftführerin PGR Zapisnikarca ŽS

Dank an Frau Ida Schlatte für die zur Verfügung gestellten Fußballfotos
. • Zahvala gospe Idi Schlatte za stare fotografije o nogometaših. 

Dank an Herrn Hirm Engelbert für die zur Verfügung gestellten Fotos der Feuerwehrspritze.

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