Priesterpatenschaft der Pfarre Schwabegg  Misijonski bogoslovec župnije Žvabek

 

 

SAO PAULO 7.12.2013 MAE DE DEUS 112

Die Pfarre Schwabegg wird ab dem Jahr 2018  für höchstens vier Jahre (d. h. bis Ende 2021) die Ausbildungskosten für die kirchliche Priesterausbildung eines Missionsseminaristen mitfinanzieren. Auf Bitten des Pfarrkirchenrates wurde der Pfarre Schwabegg von den für die Päpstlichen Missionswerken in Österreich zuständigen Missionsagentur in Wien ein Seminarist aus Brasilien zugeteilt.

Die Römisch- Katholische Kirche in Lateinamerika steht vor großen sozialen und religiösen Herausforderungen. Deshalb werden auch gut ausgebildete Priester gebraucht.

Wir danken Frau Simone Sommer von Missio Österreich in Wien für die diesbezügliche freundliche Korrespondenz und für die Übermittlung der Informationen zum Missionsseminaristen Estevao.

Die Mitglieder des Gebetsapostolates des Lebendigen Rosenkranzes der Pfarre Schwabegg und weitere Pfarrmitglieder haben jetzt schon für den Jahresbeitrag 2018 gespendet. Wir danken Frau Ida Schlatte und Frau Irene Wagner, die die einzelnen Beiträge eingesammelt und zur Weiterleitung in Empfang genommen haben.

Für die von der Pfarre Schwabegg mitfinanzierte vierjährige Zeit des Theologiestudiums beträgt der Jahresbetrag jeweils 600,00 Euro. Diese Studienzeit stellt für den einzelnen Seminaristen auch eine Zeit der persönlichen Reifung und Prüfung für die Berufung und kirchliche Sendung zum Priesteramt dar. Das Studium endet mit der Priesterweihe.

Die Unterstützung des Missionsseminaristen erfolgt nicht in unmittelbarem Kontakt mit dem dafür ausgewählten Priesterkandidaten, sondern in direktem und zweckgebundenen Kontakt mit dem für ihn zuständigen Diözesanbischof und den für seine Priesterausbildung Verantwortlichen.

Damit soll auch garantiert und verhindert werden, dass durch die Unterstützung für den ausgewählten Priesterkandidaten der unterstützenden Pfarre Folgelasten entstehen, wie z. B. durch die Herstellung von persönlichen Kontakten und Auslandsreisen, aus denen  dann für die Unterstützungspfarren weiter gehende finanzielle Verpflichtungen entstehen, die nichts mit der direkten Priesterausbildung zu tun haben. Es geht also um die Unterstützung der Ausbildung von Missionspriesterstudenten und nicht um die Förderung von bereits ausgebildeten Missionaren. Die Förderung von ausgebildeten Missionaren fällt vorrangig in die Zuständigkeit der Päpstlichen Missionswerke, die ja außerdem durch regelmäßige Jahreskollekten von der Pfarre unterstützt werden. 


Die Pfarre Schwabegg- Žvabek wird Sie deshalb auch in den nächsten Jahren über den weiteren Studienverlauf des von ihr unterstützten Missionsseminaristen informieren.


Zu den Aufgaben der Priester in den Missionsdiözesen schreibt Missio Austria in einer Aussendung folgendes:
„Priester in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien stehen vor einer Fülle von Herausforderungen: Sie verkünden Christus, das Heil der Welt, sie feiern die Hl. Messe, nehmen die Beichte ab und beten mit und für die Menschen, die sie als Seelsorger in allen Lebensabschnitten begleiten.

Darüber hinaus sind sie oft die erste Anlaufstelle für alle Kranken, Armen und Hilfesuchenden ihrer großen Pfarrgebiete. Priester schenken den Menschen Trost und Hoffnung in Notlagen, bei Schicksalsschlägen und Naturkatastrophen. Im Alltag, der oft von widrigsten Lebensbedingungen und großer Armut geprägt ist, stehen sie den Gläubigen und den Menschen am Rande der Gesellschaft mit Rat und Tat zur Verfügung. Sie bauen Schulen, Waisen- und Krankenhäuser auf, holen die Kinder von den Straßen und schenken Ihnen somit eine Zukunft. Oft müssen Sie allerdings große Entfernungen zurücklegen und können ihre Gemeinden nur ein Mal pro Monat oder seltener besuchen.
In den Missionsdiözesen sind die Priester für wesentlich mehr Gläubige zuständig als in Europa. Häufig werden Priester auch von Andersgläubigen als Schiedsrichter in vielen Lebensfragen oder als Friedensstifter zwischen verfeindeten Gruppen hinzugezogen. Die Seminare müssen ihren Kandidaten daher nicht nur eine fundierte theologische sondern auch eine umfassende und praxisorientierte Ausbildung vermitteln.“ (https://www.missio.at/fileadmin/media_data/xx/sonstiges/PDFs/Priesterpatenschaften_final.pdf)


Die Pfarre Schwabegg- Žvabek
wird den Missionsseminaristen und Priesteramtskandidaten Estavao mit ihrem Gebet begleiten  (in den Fürbitten am Sonntag, Eucharistische Anbetung und Gebet für neue priesterliche und geistliche Berufungen einmal im Monat). Auch der Missionsseminarist Estavao wird mit seinen Unterstützerinnen und
Unterstützern aus Schwabegg in Österreich  im Gebet verbunden sein.

Zu seinem Studienverlauf und zu seiner Motivation, Priester zu werden, hat Missionsseminarist Estevao an die  Abteilung von Missio Austria Folgendes geschrieben: „Ich habe mein Philosophiestudium am ICESPI - Instituto Católico de Estudos Superiores do Piauí im Jahr 2016 abgeschlossen. Derzeit studiere ich im 1. Theologiejahr am Seminário Interdiocesano Sagrado Coração de Jesus in Brasilien.

Meine Hobbies sind Fussball und Volleyball spielen, Filme sehen und reisen. […] Ich habe noch zwei Geschwister. Meine Familie lebt in Ilha Grande im Bundesstaat Piauí und gehört dem römisch-katholischen Glauben an. Die ganze Familie ist in der Gemeinde sehr engagiert. Ich möchte Priester werden, um die Menschen zu Gott zu bringen. Das Leben in der Gemeinschaft und das Gebet sind mir sehr wichtig.“


Vom jetzigen Aushilfspriester des Dekanates Bleiburg- Pliberk, Pe. Andrej Lampret, haben wir u. a. auch dazu  weiter oben schon einen Bericht
über das kirchliche Leben in Brasilien auf der Pfarrhomepage veröffentlicht.


Misijonski bogoslovec župnije Žvabek


Župnija Žvabek bo spet za štiri leta podpirala misijonskega bogoslovca. Podpirali bomo bogoslovca iz Brazilije v Južni Ameriki. Brazilija potrebuje dobro izobražene duhovnike, ki stojijo ljudem v stiski ob strani. V Južni Ameriki morajo duhovniki mnogo več vernikov oskrbovati, kakor v Evropi. Velikokrat so oni prvi pogovorni partnerji kar se tiče pomoči v socialnih stiskah ali pri zagotavljanju izobraževanja mladih in revnih.


Misijonski bogoslovec Estevao piše o svojem študiju in svojem življenju:
„Leta 2016 sem zaključil svoj odsek študija filozofije. Zdaj študiram prvi letnik teologije na medškofijskem semenišču Presvetega srca Jezusa v Braziliji. Moji konjički so nogomet in odbojka, rad gledam filme in potujem. Imam še sestro in brata, družina stanuje v zvezni deželi Piauí in so rimsko-katoliške veroizpovedi. V domači fari so zelo aktivni. Duhovnik hočem postati zaradi tega, ker hočem ljudi privesti k Bogu. Življenje v skupnosti in molitev mi veliko pomenita.


Zahvala za prijazno korespondenco velja gospe Simoni Sommer od avstrijske misijonske dru
žbe na Dunaju, ki je nam posredovala misijonskega bogoslovca iz Brazilije. Škofje v Braziliji so zelo hvaležni za to gmotno podporo, ker sami ne bi mogli sprejeti vseh bogoslovcev v bogoslovja zaradi pomanjkanja denarnih sredstev.


Člani živega rožnega venca ter vrsta farnih podpornikov so dali za letni prispevek izobraževanja misijonskega bogoslovca v višini 600,00 evrov letno. Teološka izobrazba traja štiri leta, na koncu pa sledi duhovniško posvečenje. Odgovorni za izobrazbo semeniščnikov bodo vsako leto obveščali faro o študijskem napredku kandidata.


Misijonskega bogoslovca bomo tudi vedno spet vključili v farno molitev (pri priprošnjah ob nedeljah, molitvena ura za duhovniške in duhovne poklice enkrat na mesec) kakor bo tudi on z nami povezan z molitvijo. Obiskov in osebnih stikov z bogoslovcem ne nameravamo, da tako tudi preprečimo drage polete v dežele podpornikov.


Na domači strani žvabeške župnije in pliberške dekanije bomo objavili  poročilo od duhovnika pomočnika pliberške dekanije, pe. Andreja Lampreta, ki je velik poznavalec cerkvenega življenju v Braziliji.

Irene Wagner

Kassierin Pfarrkirchenrat (AVF) - blagajničarka cerkveni svet

 

SAO PAULO 7.12.2013 MAE DE DEUS 037

 

Slike • Fotos: Pe. Andrej Lampret, Sao Paolo, Mae de Deus, Brasil, 07.12.2013.