Geistliches Wort zum Osterfest • Duhovna misel

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„Was bedeuten der Tod Jesu Christi und seine Auferstehung heute für uns Menschen?” Pomen smrti in vstajenja Jezusa Kristusa za ljudi danes?

Gerne nehme ich diese zentrale Frage unseres neugewählten Pfarrgemeinderatsobmanns, Herrn Josef Micheu, im vorherigen Bericht auf, verehrte Angehörige unserer Pfarrbevölkerung. Herr Micheu trifft mit der Frage in seinen einleitenden Worten zur Konstituierung des neuen Pfarrgemeinderates das Herz, die Mitte des Evangeliums. Zugleich ist die Frage und das Suchen nach Antworten, Vorgabe, Orientierung, Auftrag, Weisung und Programm des Pfarrgemeinderates, der Pfarre und aller Menschen, die sich Christen nennen.

Unser emeritierter Papst Benedikt XVI., der am Ostersonntag seinen 90. Geburtstag begeht, hat auf die Frage nach der Bedeutung von Tod und Auferstehung Jesu Christi für uns Menschen eine knappe, präzise Antwort gegeben: „Christlicher Glaube ist nicht Idee, sondern Leben.“ (Vgl. Einführung in das Christentum, Gesammelte Schriften, Bd. 4, Freiburg, Basel Wien, Herder Verlag 2014, Buchklappentext)
Dass Jesus Christus lebt, ist die österlich aufwühlende, zutiefst antreibende, aufrichtende, aus der Verschlossenheit des Raumes und der Türen, in die Welt hineinstellende Erfahrung der Jüngerinnen und Jünger, der ersten Zeuginnen und Zeugen der Auferstehung Jesu Christi.

Als ich mit den diesjährigen Erstkommunionkindern in der Fastenzeit die Pfarrkirche in Schwabegg- Žvabek angeschaut habe, als ein Element der Erstkommunionvorbereitung, konnten wir das wunderschöne Kinderfastentuch betrachten, das voriges Jahr neu geschaffen, aufgehängt und gesegnet wurde. Auf die Frage, woher die Bilder genommen worden sind, wo man die Geschichten nachlesen kann, antwortete Alina Kolenik, ein Kommunionkind, die auch ein Bild des Fastentuches beigesteuert hat, sofort und klar: „In der Bibel, in der Hl. Schrift.“ Klara Logar, diesjährige Maturantin am Bundesgymnasium für Slowenen in Klagenfurt, hat auf dem Fastentuch in ihrem Bild eine zentrale Ostererzählung aus der Hl. Schrift dargestellt: das offene Grab, ein Engel auf einem großen Stein stehend, drei Menschen, die nach dem Grab Jesu schauen gekommen sind. Seitlich über dem Kreuz hat Klara ein markantes Licht gemalt, das mit einem hellen Strahl in das Dunkel des Grabes hineinleuchtet.

Viele von Ihnen haben in ihrem Leben schon nahe Angehörige auf dem Weg des Sterbens begleitet und sind bei aller Trauer zutiefst vom Geheimnis des Glaubens an die Auferstehung und das ewige Leben getröstet worden. Unser Hwst. Herr Diözesanbischof hat die in seiner Fastenhirtenbriefreihe aus dem Jahre 2011 bei der Betrachtung des Osterfestes so formuliert: „In unserem persönlichem Leben kennen wir kleine und große Erfahrungen, die uns in unserer Lebensplanung und Hoffnung erschüttern und bestürzen, wie z.B. Krankheit, den Abschied aus einer vertrauten Beziehung, die Verzweiflung, wenn ein lieber Mensch stirbt. Auch darin können wir durch das Evangelium von Ostern angesprochen und ermutigt werden, wo es heißt: ‚Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen (Mt 28,9) und sagte: ‚…Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern ... (Mt, 28,10) - Gott hat ihn auferweckt!'“
Die kommenden Tage der Karwoche und die österlichen Festtage laden uns ein, an diesem hl. Geschehen in der Liturgie der Kirche teilzunehmen, gestärkt und aufgerichtet zu werden, dass wir gemeinsam sprechen können: „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!“ (Vgl. Lk 24, 6 u. 34).
Im Namen des neugewählten Pfarrgemeinderates und persönlich wünsche ich Ihnen im österlichen Licht den Segen Gottes, sowie Zuversicht und Hoffnung für Ihr Leben.

V mnogih koroških cerkvah v postnem času zakriva poslikan postni prt oltarje. V župnijski cerkvi v Žvabeku imamo tako starodavnega, ki kaže Jezusa na križu z Marijo in Janezom pod njem, kakor tudi novejšega, katerega so ustvarili otroci in mladi lani. Ko sem vprašal letošnje prvoobhajance pri ogledu cerkve, od kod so ti „mladi umetniki“ vzeli te slikovite prizore, je prvoobhajanka Alina Kolenik, ki je sama soustvarila sliko, takoj odgovorila, da iz „svetega pisma“.

Tudi v obhajanju velikonočne vigilije bomo v siju velikonočne sveče in v tihoti naprej poslušali božjo besedo. Iz rimskega misala bomo slišali te besede: „Premišljujemo, kako je Bog v prejšnih časih reševal svoje ljudstvo, v teh dneh pa nam je poslal svojega Sina kot odrešenika. Molimo, da Bog to velikonočno delo odrešenja v nas dopolni.“

To vam želim iz celega srca. Prisrčno vabljeni k soobhajanju liturgije velikega tedna in velikonočnega časa. V svojem in v imenu novoizvoljenjega župnijskega sveta vam želim blagoslovljene velikonočne praznike.

Ihr Pfarrvorsteher - Vaš farni predstojnik
Mag. Michael Golavčnik

 

Speisensegnung Schwabegg

 Sämtliche Fotos  Vse slike: Martina Urban