Lebendiges Brauchtum im Winter • Žive šege

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Vor mehr als 20 Jahren belebten die Bauern in Oberdorf den alten Brauch, zum Gedenktag des Hl. Antonius des Einsiedlers, den 17.01., ein lebendiges Schwein zu versteigern. Großzügig stellte jedes Jahr ein anderer Bauer dieses Schwein zur Verfügung. Dieser Brauch geht wohl zurück auf das sogenannte „Armenschwein“, das in früheren Zeiten frei herumlaufen und Nahrung suchen konnte und am Antoniustag geschlachtet und an die Armen verteilt wurde.

Die Bauern der Umgebung haben den Erlös jedoch meistens der Pfarr- oder den Filialkirchen der Pfarre Schwabegg- Žvabek gewidmet, denn da gibt es immer was zu richten und zu reparieren. Deshalb hat in den letzten Jahren sich immer mehr auch der Pfarrgemeinderat der Pfarre Schwabegg- Žvabek eingebracht, um gemeinsam mit den Bauern diese Versteigerung am Dorfplatz des Ortes durchzuführen.

Doch nicht nur die Bauern, sondern auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, haben sich in der Vergangenheit als Spender des Antoniusschweines ausgezeichnet. Anlässlich seines 20jährigen Jubiläums als oberster politischer Vertreter der Gemeinde Neuhaus, ließ sich Herr Bürgermeister Gerhard Visotschnig nicht nehmen, das heurige „Glücksschwein“ für den guten Zweck zu spenden. Zigarrenrauchend hat er im Hintergrund mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft die Versteigerung schließlich über die magische 20-er Grenze gehoben, wofür wir ihm herzlich danken.

Angesprochen hat ihn diesbezüglich das Pfarr- und Gemeinderatsmitglied Herr Benjamin Malle, der in den letzten Jahren mit Geschick und Erfahrung Dankes werter Weise die Organisation dieser Schweineversteigerung übernommen hat.

Von Anfang hat der Landwirt und Transportunternehmer Herr Johann Lamprecht die ehrenvolle Aufgabe übernommen, am Hänger stehend und bei jedem Wetter die Schweineversteigerung zu leiten. Aufrichtiger Dank ihm für seine alljährliche Aufgabe als Auktionator, wo er mit einer Prise Humor sowie Adleraugen so manchen „Fünfer“ bei den "Mitsteigerern" herauslocken konnte. Ein Dankeschön gilt auch seiner Gattin Sonja, die immer bereit ist, gemeinsam mit Frau Sabine Matschek vlg. Utnik für das leibliche Wohl in Form eines wärmenden Tees oder Glühweins auf dem Dorfplatz zu sorgen. Bei Herrn OBI Michael Lamprecht und seinen beiden Söhnen bedanken wir uns für das ordnungsgemäße Einsammeln der gebotenen Beträge. Mit dem Glockengeläute der Pfarrkirche um 11:00 Uhr begann pünktlich die Schweineversteigerung, um mit dem Glockenschlag um 12:00 Uhr ihr glückliches Ende zu finden.

Da duftete es schon lecker aus der Gasthofküche Luckner, denn nach der Versteigerung wurde in der Gaststube für alle Selchwürste und Sauerkraut serviert. Bei Familie Steharnig vlg. Luckner bedanken wir uns deshalb für die Räumlichkeiten und das Auskochen. Dank gilt auch den aus der Pfarre Schwabegg stammenden Gemeinderäten und Herrn Fleischermeister Franz Hirm, die die Selchwürste gespendet haben. Für das selbstgebackene Bauernbrot möchten wir uns ganz herzlich bei Frau Mathilde Sumitsch vlg. Trampusch aus Aich bedanken.

Bei der Versteigerung wurde an alle Bieter eine Losnummer ausgeteilt. Nach dem Essen führten Herr Pfarrgemeinderatsobmann Josef Micheu und Pfarrgemeinderatsmitlied Herr Anton Braun die Verlosung durch, die Lose wurden von Dominik Lamprecht gezogen. Gleich 5 Preise gingen an unsere Gäste nach Augsdorf- Loga vas, welche uns, aber vor allem „ihren einstigen Pfarrvorsteher“ besuchten. Zwei Preise blieben in Schwabegg, einen Preis nahm Christian Lamprecht mit nach Bach.

Dank an alle Betriebe, die die Sachpreise zur Verfügung stellten und die wir hier auch namentlich erwähnen möchten: Schlosserei Josef Micheu, Tischlerei Martin Messner, Gasthaus Luckner – Andrea Steharnig, Eierbauer Raimund Urban vlg. Mudl, Baumeister Josef Pernjak und Gasthaus Hafner - Familie Rupitz. Ein ganz besonderer Dank ergeht vor allem an all jene, die kräftig mitgesteigert haben.

An dieser Stelle gratulieren wir Herrn Johann Stroj vlg. Zlančič aus Augsdorf- Loga vas, der das heurige Glücksschwein ersteigert hat. Wie wir hörten, wurde das Schwein von Herrn Gerald Kanzian vlg. Latschnikar in Bach schon verarbeitet und von Herrn Johann Stroj und seinem Chauffeur Herrn Rudolf Grünanger abgeholt. Laut Frau Anna-Maria Stroj konnte schon einiges vom Schwein auf die Familienmitglieder und an mitgereiste Augsdorferinnen und Augsdorfer aufgeteilt werden. Andere werden noch zu einem kräftigen Mittagessen oder zur Osterjause eingeladen. Der Sauschädel ist aber symbolisch in Schwabegg geblieben, denn der wird seine Hauptrolle bei der Sauschädelverhandlung am Rosenmontag, den 27. Februar 2017 im Gasthaus Luckner spielen. Die Folgen dieser „Entführung des Glückschweins“ nach Augsdorf- Loga vas sind jetzt noch nicht absehbar, die Mühlen des heiteren Gerichts sind aber kräftig am Mahlen.

Wir danken Frau Hildegard Tschernitz vlg. Paira aus Aich bei Augsdorf für Ihren Bericht, den wir auf der Pfarrhomepage Schwabegg veröffentlichen:

Sredozimski svetnik

Med sredozimske svetnike spada sv. Anton, katerega god obhajamo 17. prosinca. V pratiki je upodobljen kot puščavnik z zvončkom na palici ter s prašičkom poleg sebe. Tudi v farni cerkvi imamo tako sliko, katero postavimo vsem dobro vidno pred oltar.

Pred več kot 20 leti so kmetje v Gornji vasi začeli z dražbo živega prasiča. To je pravi„pavrški“ praznik, za katerega je vsak kmet iz okolice rad daroval prašiča za dober namen. Največkrat pa so dobiček namenili žvabeškim cerkvam, ker je tam vedno kaj za popravljati. V zadnjih letih se je tudi župnijski svet vedno bolj vključil v izvedbo te v naši škofiji edinstvene šege.

Letos je prašiča daroval župan Gerhard Visotschnig, da bi s tem začel s proslavljanjem svoje 20. obletnice županovanja na Suhi. Zahvala tudi občinskemu odborniku in svetomeškemu mežnarju Benjaminu Malleju za organizacijo ter gospodu Hanzeju Lamprechtu p.d. Šopuncu za vodenje dražbe. Zahvala velja žvabeškim občinskim odbornikom in mesarskemu mojstru Francu Hirmu p.d. Šuverju za darovane klobase. V gostišču Lukner so jih skupaj z zeljem pripravili in postregli, za kar se zahvaljujemo družini Steharnig za dobro sodelovanje. Tromšinja iz Doba, gospa Matilda Sumnitsch, pa je spekla domač kruh, za kar ji izrekamo zahvalo, kakor tudi vsem podjetnikom, ki so darovali dobitke za srečolov.

Letos je „prašič sreče“ šel v Logo vas ob Vrbskem jezeru. Gospod Hanzi Stroj p.d. Zlančič je vztrajal do konca in je skupno z drugimi „Holani“ bujno sodeloval pri dražbi. Na koncu so celo Žvabekarji navijali za Logoveščane, zagotovili so si le prašičjo glavo, ki bo igrala pri pustni sodni obravnavi na pustni ponedeljek pomembno vlogo.

Zahvaljujemo se pri gospe Hildegardi Tschernitz p.d. Pairinji iz Doba pri Loga vasi, ki nam je napisala posebno poročilo o Antonovi nedelji, katero objavljamo na spletni strani župnije Žvabek:

Bericht und Fotos - Poročilo in fotografije: Martina Urban p.d. Mudl

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