Christliche Begräbniskultur • Krščanska pogrebna kultura

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Nachlese zur Dekanatskleruskonferenz vom 10.11.2016 in St. Michael ob Bleiburg. • Pogled nazaj na sejo dekanijskih duhovnikov, dne 10.11.2016 v Šmihelu nad Pliberkom

In der Dekanatskleruskonferenz am Donnerstag, den 10.11.2016, im Pfarrhof in St. Michael ob Bleiburg stand dieses Mal ein aktueller Hirtenbrief der slowenischen Bischöfe vom 1. November 2016 über die christliche Begräbniskultur auf der Tagesordnung. Dieser Hirtenbrief bezieht sich auf die „Instruktion Ad resurgendum cum Christo über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung“ der römischen Kongregation für die Glaubenslehre vom 15. August 2016.

Nachdem Vizedechant GR Mag. Slavko Thaler (als Gastgeber) den Hirtenbrief der slowenischen Bischöfe über die Begräbniskultur kurz vorgestellt hatte, kam es zu einem ausführlichen Gespräch und Erfahrungsaustausch der Versammelten.

Der Hirtenbrief der slowenischen Bischöfe möchte vor allem das Gebet für die Verstorbenen fördern und die Bedeutung der christlichen Glaubensgemeinschaft als Hoffnungsgemeinschaft zum Ausdruck bringen. Es wird auf die gute christliche Tradition verwiesen, dass auf Friedhöfen die Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Toten bewahrt wird, ohne das Sterben und dessen Bedeutung für die Christen zu verschleiern oder zu privatisieren.

In dem Gespräch auf der Dekanatskleruskonferenz hat Pfarrvorsteher Michael Golavčnik darauf hingewiesen, dass in der Pfarre Schwabegg- Žvabek bisher nahezu alle Begräbnisse mit Beteiligung des Volkes Gottes begangen wurden. Im Falle einer Urnenbestattung haben sich biologisch auflösende Urnen als sehr praktikabel und der christlichen Begräbniskultur entsprechend erwiesen, da diese in jedem Familien- oder Einzelgrab auf dem Pfarrfriedhof in der Erde beigesetzt werden können.

Zur Information der Pfarrbevölkerung wurde die Veröffentlichung der o. g. römischen Instruktion in der deutschen Ausgabe des OSSERVATORE ROMANO auf der Anschlagtafel der Pfarrkirche in Schwabegg- Žvabek schon vor einer Woche angebracht.

Zur allgemeinen Information veröffentlichen wir diese für die ganze Weltkirche geltende vatikanische Instruktion sowie den Hirtenbrief der slowenischen Bischöfe hier auf der Pfarrhomepage und bieten auch unter der Homepage-Spalte „Begräbnis- pogreb“ eine Verbindung zu den Texten dieser wichtigen Grundsatzdokumente zur kirchlichen Begräbniskultur. 

Mag. Michael Golavčnik
Pfarrvorsteher - farni predstojnik                                                                    
Schwabegg-Žvabek, 12.11.2016

 

 

 

 DOKUMENTE

1. Instruktion Ad resurendum cum Christo der Kongregation für den Glauben vom 15. August 2016

[Internet-Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/doc_dottrinali_index_ge.htm

(abgerufen: 10.11.2016, Stand: 10.11.2016) ]

1.    Um mit Christus aufzuerstehen, muss man mit Christus sterben; dazu ist es notwendig, „aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein“ (2 Kor 5,8). Mit der Instruktion Piam et constantem vom 5. Juli 1963 bestimmte das ehemalige Heilige Offizium, dafür Sorge zu tragen, dass „die Gewohnheit, den Leichnam der verstorbenen Gläubigen zu beerdigen, heilig gehalten werde“. Es fügte aber hinzu, dass die Feuerbestattung der christlichen Religion nicht „an sich“ widerspricht und jenen, die sich dafür entschieden haben, die Sakramente und das Begräbnis nicht mehr verweigert werden dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Einäscherung nicht „aus Ablehnung der christlichen Dogmen, aus sektiererischer Gesinnung oder aus Hass gegen die katholische Religion und Kirche“ gewählt haben.[1] Diese Änderung der kirchlichen Ordnung wurde später in den Kodex des kanonischen Rechtes (1983) und in den Kodex der Kanones der katholischen Ostkirchen (1990) aufgenommen.

Mittlerweile hat sich die Feuerbestattung in nicht wenigen Ländern stark ausgebreitet. Aber zugleich haben sich auch neue Ideen verbreitet, die dem Glauben der Kirche widersprechen. Nach Anhören der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte und zahlreicher Bischofskonferenzen und Bischofssynoden der katholischen Ostkirchen hat die Kongregation für die Glaubenslehre es für angebracht gehalten, eine neue Instruktion
zu veröffentlichen, um die lehrmäßigen und pastoralen Gründe für die Bevorzugung der Beerdigung der Verstorbenen darzulegen und Normen für die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung zu erlassen.

2.    Die Auferstehung Jesu, in der die christliche Glaubenswahrheit ihren Höhepunkt findet, wurde von den Anfängen des Christentums an als wesentlicher Teil des Pascha-Mysteriums verkündet: „Vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf“ (1 Kor 15,3-5).

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Christus von der Sünde befreit und den Zugang zu einem neuen Leben eröffnet: “Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben” (Röm 6,4). Darüber hinaus ist der auferstandene Christus Ursache und Urgrund unserer künftigen Auferstehung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen… Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden“ (1 Kor 15,20-22).

Christus wird uns am Letzten Tag auferwecken; andererseits sind wir aber schon in gewisser Weise mit Christus auferstanden. Denn durch die Taufe sind wir in den Tod und die Auferstehung Christi eingetaucht und sakramental ihm gleichgestaltet worden: „Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat“ (Kol 2,12). Durch die Taufe sind wir mit Christus vereint und haben deshalb schon jetzt wirklich Anteil am Leben Christi (vgl. Eph 2,6).

Durch Christus hat der christliche Tod einen positiven Sinn. Die Liturgie der Kirche betet: „Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet“.[2] Durch den Tod wird die Seele vom Leib getrennt; in der Auferstehung aber wird Gott unserem verwandelten Leib das unvergängliche Leben geben, indem er ihn wieder mit unserer Seele vereint. Auch in unseren Tagen ist die Kirche gerufen, den Glauben an die Auferstehung zu verkünden: „Die Auferstehung der Toten ist die Zuversicht der Christen; im Glauben an sie existieren wir“.[3]

3.    Gemäß ältester christlicher Tradition empfiehlt die Kirche nachdrücklich, den Leichnam der Verstorbenen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort zu beerdigen.[4]

Im Gedenken an den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung des Herrn – ein Geheimnis des Lichtes, in dem der christliche Sinn des Sterbens offenbar wird[5] – ist die Beerdigung die angemessenste Form, um den Glauben und die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung zum Ausdruck zu bringen.[6]

Die Kirche, die den Christen während seiner Pilgerschaft auf Erden als Mutter begleitet hat, bietet in Christus dem Vater das Kind seiner Gnade an und senkt voll Hoffnung auf die Auferstehung in Herrlichkeit dessen sterbliche Überreste in die Erde.[7]

Indem die Kirche den Leichnam der Verstorbenen beerdigt, bekräftigt sie den Glauben an die Auferstehung des Fleisches.[8] Zugleich möchte sie so die hohe Würde des menschlichen Leibes als wesentlicher Teil der Person, dessen Geschichte der Leib teilt, ins Licht stellen.[9] Sie kann deshalb nicht Haltungen oder Riten erlauben, die falsche Auffassungen über den Tod beinhalten, etwa wenn er als endgültige Vernichtung der Person, als Moment ihrer Verschmelzung mit der Mutter Natur oder dem Universum, als Etappe im Prozess der Reinkarnation oder als endgültige Befreiung aus dem „Gefängnis“ des Leibes verstanden wird.

Zudem entspricht die Beerdigung auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort in angemessener Weise der Ehrfurcht und Achtung, die den Leibern der Verstorbenen gebührt, welche durch die Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden sind und derer sich „der Geist wie eines Werkzeuges oder einer Vase bedient hat, um viele gute Werke zu vollbringen“.[10]

Der gerechte Tobit wird wegen seiner Verdienste gelobt, die er sich vor Gott aufgrund der Beerdigung der Toten erworben hat.[11] Die Kirche sieht in der Bestattung der Verstorbenen ein Werk der leiblichen Barmherzigkeit.[12]

Schließlich fördert die Beerdigung der heimgerufenen Gläubigen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort das Andenken und das Gebet für die Verstorbenen durch die Angehörigen und die ganze christliche Gemeinschaft, wie auch die Verehrung der Märtyrer und der Heiligen.

Durch die Beerdigung des Leichnams auf Friedhöfen, in Kirchen oder in der Nähe der Kirchen hat die christliche Tradition die Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Toten bewahrt und sich der Tendenz entgegengestellt, das Sterben und dessen Bedeutung für die Christen zu verschleiern oder zu privatisieren.

4.    Wo Gründe hygienischer, ökonomischer oder sozialer Natur dazu führen, sich für die Feuerbestattung zu entscheiden – eine Wahl, die nicht dem ausdrücklichen oder vernünftigerweise angenommenen Willen des verstorbenen Gläubigen entgegenstehen darf –, sieht die Kirche keine lehrmäßigen Gründe, um diese Praxis zu verbieten. Denn die Einäscherung des Leichnams berührt nicht die Seele und hindert die Allmacht Gottes nicht daran, den Leib aufzuerwecken. Sie beinhaltet deshalb an sich nicht die Leugnung der christlichen Lehre über die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Leibes.[13]

Die Kirche bevorzugt weiterhin die Beerdigung des Leichnams, die eine größere Wertschätzung für die Verstorbenen zeigt. Aber die Feuerbestattung ist nicht verboten, „es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen“.[14]

Wenn keine Gründe vorliegen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, begleitet die Kirche – nach der Begräbnisfeier – die Wahl der Feuerbestattung durch entsprechende liturgische und pastorale Hinweise und sorgt sich besonders auch darum, jede Form des Ärgernisses oder der religiösen Gleichgültigkeit zu vermeiden.

5.    Wenn aus legitimen Gründen die Wahl der Feuerbestattung getroffen wird, ist die Asche des Verstorbenen in der Regel an einem heiligen Ort aufzubewahren, also auf einem Friedhof oder, wenn es angebracht ist, in einer Kirche oder an einem für diesen Zweck von der zuständigen kirchlichen Autorität bestimmten Ort.

Von Anfang an haben die Christen danach verlangt, dass die christliche Gemeinschaft für ihre Verstorbenen betet und ihrer gedenkt. Ihre Gräber wurden Orte des Gebetes, des Andenkens und der Besinnung. Die verstorbenen Gläubigen gehören zur Kirche; denn sie glaubt an die Gemeinschaft „derer, die hier auf Erden pilgern; derer, die nach Abschluss des Erdenlebens geläutert werden; und derer, die die himmlische Seligkeit genießen; sie alle bilden zusammen die eine Kirche“.[15]

Die Aufbewahrung der Asche an einem heiligen Ort kann dazu beitragen, dass die Gefahr verringert wird, die Verstorbenen dem Gebet und dem Gedenken der Verwandten und der christlichen Gemeinschaft zu entziehen. Auf diese Weise wird auch vermieden, dass man sie möglicherweise vergisst oder es an Ehrfurcht fehlen lässt, vor allem, wenn die erste Generation nicht mehr lebt, oder dass es zu unangemessenen oder abergläubischen Praktiken kommt.

6.    Aus den oben angeführten Gründen ist die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum nicht gestattet. Nur im Fall von schwerwiegenden und außergewöhnlichen Umständen, die von kulturellen Bedingungen lokaler Natur abhängen, kann der Ordinarius im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz oder der Bischofssynode der katholischen Ostkirchen die Erlaubnis für die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum gewähren. Die Asche darf aber nicht unter verschiedenen Familien aufgeteilt werden, und in jedem Fall müssen Ehrfurcht und angemessene Bedingungen der Aufbewahrung gewährleistet sein.

7.    Um jegliche Zweideutigkeit pantheistischer, naturalistischer oder nihilistischer Färbung zu vermeiden, ist es nicht gestattet, die Asche in der Luft, auf dem Land oder im Wasser oder auf andere Weise auszustreuen oder sie in Erinnerungsgegenständen, Schmuckstücken oder anderen Objekten aufzubewahren. Denn für diese Vorgangsweisen können nicht die hygienischen, sozialen oder ökonomischen Gründe angeführt werden, die der Wahl der Feuerbestattung zugrunde liegen können.

8.    Falls sich der Verstorbene offenkundig aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung und das Ausstreuen der Asche in der Natur entschieden hat, ist das kirchliche Begräbnis nach Maßgabe des Rechts zu verweigern.[16]

Papst Franziskus hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekt am 18. März 2016 gewährten Audienz die vorliegende Instruktion, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation am 2. März 2016 beschlossen worden war, approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 15. August 2016, Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.

Gerhard Card. Müller
Präfekt

+ Luis F. Ladaria, S.I.
Titularerzbischof von Thibica
Sekretär


[1] AAS 56 (1964), 822-823.

[2] Römisches Messbuch, Präfation für die Verstorbenen, I.

[3] Tertullian, De resurrectione carnis, 1,1: CCL 2, 921.

[4] Vgl. CIC, can. 1176, § 3; can. 1205; CCEO, can. 876, § 3; can. 868.

[5] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1681.

[6] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2300.

[7] Vgl. 1 Kor 15,42-44; Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1683.

[8] Vgl. Hl. Augustinus, De cura pro mortuis gerenda, 3, 5: CSEL 41, 628.

[9] Vgl. II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 14.

[10] Vgl. Hl. Augustinus, De cura pro mortuis gerenda, 3, 5: CSEL 41, 627.

[11] Vgl. Tob 2,9; 12,12.

[12] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2300.

[13] Vgl. Heiliges Offizium, Instruktion Piam et constantem, 5. Juli 1963: AAS 56 (1964), 822.

[14] CIC, can. 1176, § 3; vgl. CCEO, can. 876, § 3.

[15] Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 962.

[16]CIC, can. 1184; CCEO, can. 876, § 3.

 

 

 

2. Hirtenbrief der slowenischen Bischöfe vom 1. November 2016 

 

Pastirsko pismo slovenskih škofov o krščanskem pogrebu

01.11.2016

Dragi bratje in sestre!

Ob letošnjem prazniku vseh svetih in vernih duš vam želimo škofje spregovoriti o vprašanjih povezanih s smrtjo in krščansko spoštljivim odnosom do človekovega telesa tudi po smrti. Junija letos smo zaradi nekaterih novih dejstev potrdili dopolnjene pastoralne smernice za krščanski pogreb, v oktobru pa je nova navodila o tej tematiki izdala tudi Kongregacija za nauk vere. V spremenjenih družbenih in kulturnih okoliščinah se hitro spreminja odnos do smrti in do umrlih. Želimo vam spregovoriti o smrti kot o sestavnem delu življenja, o poslavljanju in žalovanju kot o spominjanju na velikonočno skrivnost in o krščanskem pokopu telesa kot izročanju rajnega v Očetov objem. Med osrednja oznanila Cerkve spada vesela vest o življenju po smrti. Sv. Janez je v videnju gledal »veliko množico, ki je nihče ni mogel prešteti«, tistih, »ki so prišli iz velike bridkosti in so oprali svoja oblačila ter jih očistili z Jagnjetovo krvjo«. (Raz 7,9.14) Ko v teh dneh obiskujemo grobove rajnih, se zaradi tega upanja v nas naseli veliko veselje, s katerim Jezus sklene oznanilo blagrov: »Veselite in radujte se, kajti veliko je vaše plačilo v nebesih.« (Mt 5,12)

Smrtna ura kot pomemben del življenja

V tej veri sta smrt in pogreb najdražjih vsega spoštovanja vredno dogajanje. Dotika se naših osebnih doživljanj, ki pogosto izzovejo občutek nemoči, žalosti in strahu. Zelo močnó pa se dotika tudi človeka kot presežnega, verskega bitja. Cerkev ponuja iz svoje duhovne zakladnice bogato simboliko in bogoslužna besedila, ki so namenjena tolažbi svojcev rajnega in župnijskemu občestvu. Preko simbolov in besedil nas Sveti Duh Tolažnik usmerja v Kristusovo velikonočno skrivnost, da bi smrt sprejemali tesno povezano z veliko nočjo: kakor je Jezus Kristus za nas trpel in umrl ter tretji dan s telesom vstal od mrtvih, tudi mi upamo in verujemo, da se bo naša duša ob smrti srečala s svojim Odrešenikom in bo naše telo deležno vstajenja. V tem duhu dojemamo trenutek smrti, kot enega izmed najpomembnejših v zemeljskem življenju; od katerega je na nek način odvisna vsa večnost.

Slovo od rajnega in pogrebna slovesnost

Krščansko slovo od rajnih ter pogrebne slovesnosti zato izrazito izžarevajo vero v posmrtno življenje in jo s simboli izpovedujejo. Pogrebno bogoslužje ni samo izročitev telesa rajnega zemlji v pričakovanju vstajenja od mrtvih, ampak je namenjeno tudi tolažbi svojcev in krščanske skupnosti ter izraža krščansko vero in upanje v večno življenje. Zato je za krščansko žalovanje zelo primerno, da se ohranja, kjer je še prisotna, ali na novo uvede molitev ob umirajočem in ob mrtvem človeku. To je primerno tudi, ko rajni ne leži doma. Zbiranje k molitvi ob večerih je izraz vere in podpora rajnemu ter svojcem.

Upadanje krščanskih pogrebov in visok odstotek žarnih pokopov, ki Slovenijo uvršča v sam svetovni vrh (82,9 % v letu 2014), in nekatere nove oblike, kot npr. raztros, nas kot kristjane izzivajo, da na kulturo »odrivanja« smrti na rob življenja in čimprejšnjo pozabo rajnih odgovorimo s ponovno »evangelizacijo smrti«, ki na novo ovrednoti človekovo telo in smrt.

Pokop telesa rajnega je za Katoliško Cerkev še vedno najprimernejša oblika slovesa. Kristjani gledamo na smrt kot na edinstven in najbolj oseben način srečanja Boga in človeka že brez omejitev prostora in časa. Zato naj se telesa položijo v zemljo na blagoslovljenem pokopališču ali drugem svetem kraju. S tem krščansko občestvo izrazi vero v posmrtno življenje in pričakovanje vstajenja teles poslednji dan. Svetopisemska besedila (prim. Mt 27,60.64-66 in druga) izpostavljajo podobe polaganja telesa v grob, praznega groba in poveličanega telesa vstalega Jezusa Kristusa. Telo je sicer minljivo in podvrženo smrti, vendar je po Kristusovemu vzoru namenjeno vstajenju. Zato škofje močno spodbujamo vse kristjane, da, kjer je le mogoče, v veri izberete tak način pokopa, kot ga je imel Kristus, to je pokop telesa. Pri obredih naj sodeluje župnijsko občestvo, da se pokaže povezanost rajnega in svojcev s Cerkvijo. V proces slovesa od rajnega naj se na možen način vključi obhajanje svete maše.

V Sloveniji je postal večinski način pokopa upepelitev in posledično žarni pokop. Razlogov je več, od prostorske stiske v mestih, ekonomskih razlogov do ideoloških nagibov. Cerkev sprejema tudi ta način, a daje prednost pokopu telesa. V primeru žarnega pokopa mora duhovnik ali drug pastoralni sodelavec previdno preveriti, da odločitev ni bila sprejeta iz veri nasprotnih razlogov – v takem primeru cerkveni obred ne bi bil smiseln. Zaradi spoštovanja do rajnega spodbujamo, da bi se kar v največji možni meri tudi z obredom, poslovili od njegovega telesa še pred upepelitvijo. Marsikje to ni izvedljivo, a potrebno bi bilo iskati v tej smeri nove možnosti, saj je to želja, priporočilo in praksa vesoljne Cerkve. Tudi žare s pepelom rajnih je treba pokopati ali hraniti na svetih prostorih (pokopališče, kapela); tako je bolj zagotovljena molitev zanje in spomin nanje tudi v naslednjih generacijah. Hranjenje pepela rajnih doma za kristjane ni primerno.

Za kristjana ni primeren način pokopa raztros pepela rajnega. Želja po raztrosu v morje, v gorah, gozdu ali drugod v naravi, ter pojavljajoče težnje, da pepel rajnega spremenijo v spominske predmete ali ga preoblikujejo v dragulje, je posebej vprašljiva, saj bolj poudarja ljubezen do narave kot odnos do Boga in občestva Cerkve. Upanje na večno življenje v Bogu je s tem močno zatemnjeno. Če ni določenega kraja pokopa, groba, je zelo okrnjena možnost molitve in spomina, ki izhaja iz obiskovanja grobov. Lahko vodi tudi v razne zlorabe in v nekrščansko pojmovanje človeka ter zanika njegovo izvorno dostojanstvo bitja ustvarjenega po Božji podobi. Hitreje se izbriše sled o obstoju določene osebe in se odvzame naslednjim generacijam možnost zgodovinskega spomina.

Enako spoštovanje kot do teles odraslih rajnih je prav, da imamo tudi do teles mrtvorojenih in splavljenih otrok. Tudi njihovo mesto pričakovanja vstajenja je grob na pokopališču in primeren krščanski pogrebni obred.

V primeru, da se kristjan odloči zapustiti po smrti svoje telo v medicinske raziskovalne namene, kar je delo ljubezni do bližnjega, je primerno, da se pred izročitvijo obhaja obred slovesa od rajnega, ki je podoben tistemu pred upepelitvijo.

Opozoriti želimo tudi na čedalje bolj prisotne krste ali žare, ki omogočajo pokop v posebnih položajih ali izpostavljajo določene vidike posmrtnega življenja (npr. reinkarnacijo, žare iz katerih lahko vzklije rastlina itd.), in za kristjane niso primerne. Zato je treba imeti za cerkveni pogreb, kjer se izvede pokop v drugačnih oblikah od običajnih (krsta, žara), dovoljenje ordinarija. Nekatere komercialne oblike pogreba namreč lahko izražajo nekrščanske, panteistične, naturalistične ali novodobske poglede na človeka.

Kristus je bil položen v grob. Telo je svetišče Svetega Duha, saj je bilo posvečeno že z zakramentom svetega krsta in drugimi zakramenti, predvsem pa hranjeno s sveto Evharistijo. Zato naj bo naš odnos do telesa tudi ob smrti nadvse spoštljiv in prežet z upanjem in vero v večno življenje.

V želji, da skupaj ohranjamo in razvijamo krščansko obliko slovesa od rajnih, ki vključuje možnost molitve zanje in spomina nanje, vas blagoslavljamo!

Vaši škofje

Spletna stran slovenske škofovske konference:
http://katoliska-cerkev.si/pastirsko-pismo-o-krscanskem-pogrebu -

(pogledal: 12.11.2016/ stanje: 12.11.2016)