Was bedeutet Weihnachten für mich? • Kaj pomeni zame božična noč?

Baum II

Irene Wagner, Pfarrangehörige und Pfarrgemeinderätin, hat sich heuer dankenswerterweise bereiterklärt, ihre persönliche Antwort zu geben auf die Frage, was bedeutet Weihnachten für mich. Wir dürfen an den Gedanken von Frau Wagner in der Weihnachtsausgabe des Pfarrblattes Schwabegg teilhaben, an ihren Erinnerungen, Hoffnungen, ihren Wünschen und Erwartungen. Darin gibt sie ein Zeugnis ihres christlichen Glaubens gemäß einem Wort aus dem 1. Johannesbrief: „Und wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und geglaubt: Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.“ (1 Joh 4,16)

 

Meine Erinnerungen an Weihnachten

Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Einerseits ist es für mich die besinnlichste und schönste Zeit des Jahres. Andererseits gibt es kein anderes Fest, an dem ich so oft den Satz höre „Ich bin im Stress“.

Am schönsten sind für mich in der Adventzeit die vielfältigen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest. Das Keksebacken, der herrliche Duft von Lebkuchen, die Weihrauchdüfte auf den Adventmärkten und vor allem die Zeit mit der Familie – das ist das Wertvollste für mich. Zur Vorbereitung auf Weihnachten gehören auch die stimmungsvollen Roratemessen frühmorgens an den Adventsonntagen und das anschließende gemeinsame Frühstück im Pfarrhof. Man begegnet Freunden, erweist einander Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Miteinander kommunizieren und füreinander da sein, das verbindet, das macht das Leben lebens- und liebenswert.

Neun Tage vor Heiligabend beginnt die traditionelle Herbergssuche, an der ich mit Freude teilnehme. Eine Gottesmutterstatue wird von der Kirche in eine Gastfamilie getragen. Begleitet von betenden und singenden Pfarrangehörigen wandert sie jeden Abend zu einer anderen Familie weiter. Bei der Übergabe werden gemeinsam Adventlieder gesungen und eine kurze Andacht gehalten.

Wenn ich an das Weihnachten in meiner Kindheit zurückdenke, dann erinnere ich mich besonders dankbar daran, wie stets am Heiligen Abend mehrere Generationen unserer Familie und Verwandtschaft zusammenkamen. Gemeinsam wurde das große Fest vorbereitet. Liebevoll schmückten meine Onkel unseren Weihnachtsbaum. Sie brachten damit unsere Kinderaugen zum Strahlen. Vor lauter Lametta, Kerzenlichter und vielen bunten Weihnachtskugeln, konnte man den Baum kaum mehr sehen.

In guter Erinnerung ist mir meine Großmutter. Großen Wert legte sie auf das alljährliche Räuchern. Seit vielen Jahrhunderten ist es in Kärnten ein historisch gewachsener Brauch, am Heiligen Abend, am Silvesterabend und am Abend vor den Heiligen Drei Königen Häuser, Wohnungen und Wirtschaftsgebäude mit Weihrauch zu räuchern und damit um Gottes Schutz und Segen zu bitten. Wenn die Familie versammelt war, legte ein erwachsenes Familienmitglied die glühende Kohle mit Palmzweigen in ein feuerfestes Gefäß und streute einige Körner Weihrauch darauf. Sobald es zu duften begann, betete meine Großmutter vor. Dann stolzierten wir mit dem duftenden Gefäß durch alle Räume des Hauses. Meistens durfte ich die Schale mit dem Weihwasser tragen und die Räume besprengen. Meine Schale mit dem Weihwasser war bald leer, weil ich so aufgeregt war, wie viele Geschenke mir das Christkind wohl bringen wird.

Nach der Bescherung besuchten wir die Christmette. Wenn Frau Holle am Heiligen Abend das Land mit Schnee bedeckt hatte, kam es vor, dass wir aufgrund der Schneemengen gar nicht vom Berg herunterfahren konnten. Oma hat sich das Rosenkranzgebet nicht nehmen lassen, uns blieb nichts anderes übrig, als mitzubeten. Beim Beten schlief ich ein, da der ganze Tag sehr aufregend für mich war.

Weihnachten ist für mich das große Fest des Gebens und Empfangens. Jeder wünscht das perfekte Geschenk für seine Lieben. Viele wünschen sich nur eines – Gesundheit, da der Besitz materieller Dinge bei den meisten zu dieser Zeit sekundär und vergänglich wird.

Viele verbringen den Heiligen Abend allein zu Hause. Älteren Menschen eine Freude zu bereiten, ist gar nicht schwer. Häufig mussten sie in ihrem Leben mit wenig auskommen. Die kleinen Dinge des Lebens bereiten daher eine besondere Freude. Durch meine berufliche Tätigkeit in der mobilen Essenszustellung habe ich regelmäßig mit älteren Menschen zu tun. Sie liegen mir in dieser Zeit vor Weihnachten besonders am Herzen. Einsame Menschen sehnen sich aus meiner Erfahrung danach, herzliche Gespräche miteinander zu führen, Gedanken miteinander auszutauschen. Da ich heuer selbst wieder am Heiligen Abend arbeite, bin ich sozusagen der Weihnachtsbote für die älteren Menschen. Ich überbringe ihnen Weihnachtsglückwünsche, über die sie sich sehr freuen. Viele zünden zu Weihnachten eine Kerze an und denken an ihre Angehörigen. Einige haben Tränen in den Augen, weil die Angehörigen weit voneinander wohnen, oder die Lieben bereits verstorben sind.

Wenn ich Menschen etwas Gutes tun kann, ist das für mich ein Stück Weihnachten, besondere Momente der Gnade Gottes, in denen ich spüre, was es heißt, Gott ist im kleinen Kind von Betlehem selbst Mensch geworden. 

Irene Wagner

Spomini na božično noč
Baum I"Božična noč, kako si lepa, ko legaš na zemljo in log, roke k molitvi zemlja sklepa, mar sluti, da prihaja Bog?!" Tako nam pravi neka pesem o božični noči. Vsak od nas ima svoje spomine na to posebno noč, kjer obhajamo prihod našega Odrešenika Jezusa Kristusa. Božična noč ima nekaj otroškega in je del najglobljih spominov vsakega človeka. Ta noč, ta sveta noč, je noč skrivnosti, ki želi stopiti v nas same, v čudovite spomine, ki ožarjajo sedanjost.

Zato Vas povabim, da bi ob prebiranju misli mlade matere in župnijske svetnice, gospe Irene Wagner, v božični izdaji žvabeškega farnega lista tudi razmišljali o tem, kaj za Vas pravzaprav pomeni Božič, ki ravznema vaša srca? Kot duhovnik rad poslušam te zgodbe, ker so tako bogate in občutim, kako je človek še na poseben način odprt za Božje delovanje v svojem življenju. Sam sem se najbolj naužil o človečnosti tega praznika, ko ljudje drug drugemu storijo kaj dobrega. Tedaj na poseben način začutimo, kaj pomeni, da je Bog v malem detetu v Betlehemu sam postal človek.

Erzähle von Weihnachten

Ich lade Sie, verehrte Pfarrangehörige und alle, die dieses Pfarrblatt lesen ein, wenn Sie möchten, Ihre Gedanken, Erinnerungen auf die Frage, was bedeutet Weihnachten für mich, zu teilen, sei es, indem Sie es aufschreiben und uns zusenden oder es uns bei einer der kommenden Begegnungen zu den Vorbereitungen auf Weihnachten und zum Fest erzählen.

Tako Vam želim v imenu vseh članov župnijskega sveta in vseh prostovoljcev fare vesele in blagoslovljene božične praznike ter srečno in zdravo novo leto 2019.

Ich wünsche Ihnen auch im Namen der Damen und Herren des Pfarrgemeinderats, aller ehrenamtlich Tätigen, ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr 2019.

Mag. Michael Golavčnik,
Pfarrvorsteher - Farni predstojnik